Ein Loch voller Geheimnisse

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Klein Neuendorf. Von der Arbeit in ihrem Keramikatelier berichtet Karola Wirth:

„Natürlich arbeiten die Kids nach wie vor oft bei mir im Atelier. Was da so entsteht ist ganz vielfältig und kann unmöglich alles erwähnt werden. Im Oderbruch gab es im September eine Kunstausstellung zum Thema ‚…alles muss versteckt sein‘. Dazu habe ich eine große Tonkugel (aus zwei Hälften) angefertigt und die Kinder und Jugendlichen haben an die Innenwand der Kugel ‚ihre Geheimnisse‘ oder sagen wir -Dinge über die man nicht so plaudert- geschrieben. Manches haben sie mir auch gesagt und ich durfte es aufschreiben. Die Texte der Vorgänger wurden jeweils abgedeckt. Anschließend wurden die Hälften zusammengefügt. Die Kugel hat oben eine 2,5cm kleine Öffnung. Mit einer Taschenlampe durften die Besucher hinein schmulen, manch einer konnte mal ein Satz oder ein Paar Wörter erhaschen.

Die Kugel bleibt ungebrannt, so wirkt sie verletzlicher und lebendiger. Das Werk wurde von der Öffentlichkeit gut angenommen. Ich erzähle davon, weil es ein schönes Beispiel dafür ist, wie sich meine künstlerische Arbeit mit der Projekt-arbeit von Kunst macht Stark vermischt und bereichert.

Danke den Kids. Eure Karola Wirth“

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Pappmaché und Tiergeschichten

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Falkensee. In Günter Bonifers Atelier wird zur Zeit mit Pappmachée gearbeitet. Beim letzten Mal sind nur Samantha und Chalen gekommen, die ihre Arbeit an einer grünen Schlange und an einem großen Hund fortsetzten. Angelique war verhindert und ihre Gans blieb unvollendet. Sie wird diese erst beim nächsten Treffen bemalen.

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Während der Arbeit wurden viele Fragen gestellt:

Welche Schlangen sind giftig, welche nicht? (Die ziemlich kleine Grüne Mamba zum Beispiel ist sehr giftig, die große Python ist eine Würgeschlange, sie würgt ihre Beute, indem sie sich um den Brustkorb schlingt. Atmet das so gefesselte Tier oder auch ein Mensch aus, zieht sich diese heimtückische Schlange noch enger zusammen, bis sein Opfer nicht mehr einatmen kann. Gruselig, nicht? Die bei uns heimische Blindschleiche ist dagegen völlig harmlos und kann man sie anfassen, wenn sie einem nicht entwischt. Giftige Kreuzottern, eine Vipernart, gibt es in unseren Breiten, aber fast nur im Hochgebirge, sie sind aber sehr scheu und fliehen zumeist. Doch sollte man sich hüten,  beim Wandern auf eine draufzutreten. In den Tropen, wo Giftschlangen sehr häufig vorkommen, muss manch ein Gärtner sie morgens aus den Bäumen schütteln, damit nichts passiert.)

Wie groß werden Schlangen überhaupt? (Die Anakonda aus Südamerika wird bis zu neun Meter lang, die lange ausgestorbene Titanoconda sogar 14 Meter! Siehe hier: http://www.tierchenwelt.de/tierleben/584-groesste-schlange-der-welt-entdeckt-14-meter-lang-und-1,25-tonnen-schwer.html.)

Stimmt es, dass eine Schlange, wenn sie ihren Kiefer aushängt, ein Elefantenbaby verschlingen kann? (So eine Schlange gibt es im „Kleinen Prinz“, dem Kinderbuch von Antoine de Saint Exupéry, in Wirklichkeit schaffen es manche Schlangen immerhin, ein junges Wildschwein zu verschlucken, das dauert dann aber Tage. Auch einen Hund hat es schon mal erwischt. Zum Glück gibt es keine solchen Schlangen in unseren Breiten und für Samanthas Pappmachée-Hund würden sie sich sowieso nicht interessieren.)

Mehr dazu findet ihr hier: http://www.hiogi.de/question/gibt-es-schlangen-die-einen-elefanten-verspeisen-koennen-103375.html

Es ist schön, beim Werkeln in Tierbüchern zu stöbern. Man findet nicht nur interessante Informationen, sondern sieht auch, wie die Tiere genau aussehen. Wo sitzen die Augen, welche Muster haben die Tiere auf dem Fell, im Gefieder, in ihren Schuppen usw.

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Schließlich muss so eine Schlange auch mal trocknen, und nachdem Chalen zuletzt das gefräßige Maul gemalt hat, wird ihre Mamba(?) zum Trocknen aufgehängt.

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Hier sieht man, welches Material man für den Aufbau einer Pappmachée-Skulptur benötigt: ein Stück Maschendraht, einen Seitenschneider, um diesen zuzuschneiden, jede Menge Zeitungspapier, Farbe und Pinsel:

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Ach natürlich, ein paar geschickte Hände braucht man auch dazu, weiterhin Tapetenkleister, eine Gabel zum Anrühren und verschiedene Spatel zum Auftragen:

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Zwischendrin wurden Nüsse im Schraubstock geknackt, die die Mädchen im Garten aufgesammelt haben.

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Am Ende kann Samantha ihren Hund schon mit nach Hause nehmen.

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(Für diese Gruppe werden noch Kinder gesucht, die mitmachen wollen).

Vorhang auf für die Fotografen!

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Berlin-Moabit/ Berlin-Charlottenburg. Bettina Keller ist mit ihren Fotografen mehrere Male in der Universität der Künste gewesen, wo die Gruppe bei den Proben eines Seminars der Schauspielschule dabeisein und fotografieren durfte. Es ist eine besondere Herausforderung, bei dem künstlichen, oft spärlichen Licht des Innenraums richtig zu belichten, ohne die Schauspielschüler bei ihrer Arbeit zu stören. Denn man kann dort nicht einfach drauflosblitzen wie eine Horde Eltern bei einer Schulaufführung ihrer Kinder.

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           Bettina Keller coacht einen der jungen Fotografen

Studenten der UdK des Studiengangs Schauspiel erarbeiteten das Theaterstück
Auf der Greifswalder Strasse  von Roland Schimmelpfennig, in Zusammenarbeit mit dem Studiengang Kostümbild. Die Regie führte Peter Kleinert. Die Vorstellung fand am 13.Juli 2014 statt.

Hier sind einige Ergebnisse der Exkursion in die Welt des Theaters:ko-DSC_4049ko-DSC_3927ko-DSC_3898 ko-DSC_4084 ko-DSC_4101