Experimente mit Druck auf Ton

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Klein Neuendorf. Karola Wirth berichtet von dem neuesten Experiment in ihrem Atelier:

„Dieses mal haben wir uns einfach getraut, etwas ganz Neues auszuprobieren: Wir haben Schriftzüge und Bilder aus Zeitungen ausgewählt und kopiert, und noch bevor die Tinte getrocknet war, haben wir die ausgewählten Motive auf vorbereitete halbtrockene Tonflächen aufgelegt und abgedruckt. Aus den Platten hat sich jede/r ein relativ großes Kastengefäß gebaut, der Eine eine eher hohe eckige Vase, der Nächste ein Kästchen für Postkarten und so weiter. Die Flächen wurden durch eine zurückhaltende Engobemalerei* ergänzt. Oder die Flächen wurden durch Aufmodellieren von kleinen Teilen dreidimensional gemacht. Es ist eine tolle Methode der Gestaltung! Das Ganze hat etwas Graphisches und man muss sehr schauen in welchen Kontext man die Flächen zueinander bringt. Die Kids waren sehr kreativ und es entstanden ganz verschiedenartige Flächen und Motive. Ich bin begeistert und den Kids hat es auch viel Freude gemacht, wiedermal was völlig Neues so gut hinzubekommen. Also von uns aus kann die nächste Ausstellung starten.“

Die Engobe (auch als Begussmasse oder Angussmasse bezeichnet) ist ein Oberbegriff für eine dünnflüssige Tonmineralmasse, die zur Einfärbung oder Beschichtung keramischer Produkte dient. Als Engobenmalerei, Schlickermalerei oder Malhorndekor wird ein dekorativer Schlickerauftrag mit einem Pinsel oder einem Malhörnchen bezeichnet. Dieser kann, je nach Stärke der aufgetragenen Schicht, entweder auf den lederharten oder ungebrannten, trockenen Ton oder bei sehr dünnflüssigem Auftrag gegebenenfalls auch auf den geschrühten Scherben erfolgen. Zusätzlich kann der Scherben nach dem Schrühbrand mit einer transparenten Glasur überzogen werden, um eine glatte, glänzende und wasserdichte Oberfläche zu erzeugen. (Quelle: Wikipedia)

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