Im Filzen liegt die Kraft

Alex Stolz

Angermünde. Birgit Uhlig berichtet aus der Filzwerkstatt: „Seit Februar arbeiten wir mit den Kids Felicia, Alexander und Sean alle zwei Wochen in unseren Werkstätten. Alexander und Felicia kennen wir schon. Neu in der Gruppe ist der sechsjährige Sean, der noch ein wenig mit seiner Ungeduld zu kämpfen hat. Aber Filzen ist eine wundervoll beruhigende Beschäftigung und nach und nach entwickelt auch er Freude an dem gemeinsamen Tun. Zuerst entstanden kleine Dinge wie Kugeln oder Bänder. Nun sollen größere Gemeinschaftsarbeiten entstehen, z.B. eine farbige Filzfläche für ein Mensch-ärger-Dich nicht- Spiel. Die Spielfiguren wollen wir anschließend in der Keramikwerkstatt entstehen lassen. Sicher wird das für alle spannend.“ Und das Künstlerehepaar wird uns sicher auf dem Laufenden halten.

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Das gotische Fenster

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Klein Neuendorf.  Karola Wirth schreibt über ihr letzten Arbeiten in ihrer Gruppe rund um das Thema Muster, Mandalas und gotische Fenster:

„Angefangen hat es wohl schon im letzten Urlaub. Ich schlief in einem Raum mit einem großen runden gotischen Fenster. Es hatte eine tolle Ausstrahlungskraft. Irgendwie dachte ich mir dann aus, was sich daraus aus Ton machen lässt, kleiner und natürlich nicht als Fenster.

Als die Kids im April zum Kurs kamen, sahen sie meine ersten Versuche mit Interesse. Also ließ ich sie in ausgewählten Büchern blättern. Daraufhin entstanden zahlreiche Entwürfe, die wir gemeinsam besprachen und prüften, ob sie sich in ein spannendes Motiv umsetzen ließen.

Viele gleichmäßige Tonsteifen werden für solch ein Ornament gebraucht und noch mehr Ausdauer, um die einzelnen Stücke auf Länge zu schneiden. Und schließlich war alles materialgerecht mit Schlicker zusammen zu modellieren. Sehr viel Ausdauer und Genauigkeit brauchten die kleinen Künstler, um diese Arbeit zu einem schönen Ergebnis reifen zu lassen. Die folgenden Fotos geben Euch einen kleinen Einblick:“

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Nachdem die Fenster glasiert und mit transparenter Folie bespannt worden sind, sehen sie so aus:

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Ein Häuschen mit Garten

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Falkensee. Die Gartensaison hat begonnen und Günter Bonifer hat mit seiner Gruppe von inzwischen sechs Kindern Häuschen mit Gärten gebaut. Sie bestehen aus einer Fassade, ähnlich wie sie die Kinder schon einmal für ein Dorfensemble gemacht haben, aber diesmal mit einem kleinen Vorgarten, in den Kräuter oder Blumen angepflanzt werden können.

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Bei dem letzten Treffen, zu dem ich hinzukam, wurden gerade die Glasuren aufgetragen. Als ich ankam, war die Stimmung sehr ausgelassen. Auch die Kinder, die zu Beginn des Jahres aus einer zweiten Wohngruppe dazugekommen sind, fühlen sich sichtlich wohl in Günter Bonifers Atelier. Es wurde geschwatzt, gealbert, rein und raus gelaufen, und Salzstangen gegessen, die Samantha mitgebracht hatte. Außerdem wurde alles untersucht, was sich in dem Atelier an kleinen Schätzen so finden konnte. Eigentlich erstaunlich, dass die Kinder dabei noch so schöne Gegenstände hergestellt haben. Der Künstler freute sich so über die lebendige Truppe, sodass er ihnen manches durchgehen ließ, ermahnte sie aber doch, ihre Werke zu Ende zu bringen. Er weiß, dass die kindliche Freude sich nicht nur beim Arbeiten äußert. Es fiel ihm aber auch auf, dass diejenigen Kinder, die schon seit zwei Jahren zu ihm kommen, schon weitaus konzentrierter sind, zielstrebiger und selbstbewusster an ihren Werkstücke arbeiten und sie zu Ende bringen wollen. Eins steht außer Frage: Spaß hatten jedenfalls alle.

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