Die Türme

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Klein Neuendorf. Die Kinder in Karola Wirths Gruppe wollten diesmal hoch hinaus: von ihnen kam die Idee, Türme zu bauen. Wie man mit Ton aufbaut, wissen sie ja schon sehr gut, und der Phantasie, was man mit Türmen alles anfangen kann, sind kaum Grenzen gesetzt. Aus einem Turm kann man weit sehen, man brauchte sie früher als Ausguck und zur Verteidigung, man kann sogar darin wohnen. Auf jeden Fall sind sie schon von weitem sichtbare Erkennungszeichen und Orientierungspunkte in der Landschaft. Gleichzeitig sind sie oft charakteristische Wahrzeichen einer Stadt oder eines Ortes.  Wenn man genau hinschaut, sieht man, dass einige dieser Türme mit kleinen Figuren bevölkert sind.

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Besuch von Peter Waschinsky

Waschinsky

Werneuchen. Vor kurzem war der Puppenkünstler Peter Waschinsky zu Besuch in Werneuchen, wo Dorica Poggi schon seit einiger Zeit ihre Theater- und Puppentheater-Workshops macht. Sie hatte den Puppenkünstler eingeladen und er war in das Haus der Wohngruppe gekommen, um den Jugendlichen einige seiner Tricks zu zeigen. Das ist etwas ganz Besonderes, denn so einen außergewöhnlichen Theatermann ganz für sich zu haben und mit ihm praktisch einen ganzen Workshop zu machen, ist großartig. Er zeigte den staunenden Teilnehmer/innen, wie man mit einfachsten Mitteln Figuren erschafft und mit Geschick den Rest den Zuschauern und ihrer Fantasie überlässt.

Peter Waschinsky macht schon lange Theater, nicht nur mit Puppen, sondern auch mit sich selbst als Sprecher, Musiker und Allroundtalent, sowie mit kleinen Ensembles. Der Puppenspieler ist oft gleichzeitig Darsteller.  Dadurch vermischt sich Puppenspiel mit Theater und die Figuren ergänzen sich auf ungewohnte Weise. Auch hier fügt die Fantasie des Betrachters zusammen, was eigentlich nicht stimmen kann. Auch wenn die Zuschauer ständig hinter die Kulissen sehen können, sehen sie Szenen, die perfekter nicht sein können. Wofür in den perfekten Produktionen von vielen Filmen teure Special Effects und aufwendige Computeranimationen gebraucht werden, braucht Peter Waschinsky fast nichts, denn er spielt gekonnt mit unserer Vorstellungskraft.










In Peter Waschinskys Stücken ist diese Einfachheit aber in Wirklichkeit alles andere als einfach, es ist eine große Kunst. Seine Sachen sind auch wunderbar verrückt, es entstehen skurrile Szenen mit einem etwas abgründigen Humor.

Seht Euch doch einmal diese Stücke hier an:

Die Hasenjagd:
https://www.youtube.com/watch?v=R7PNV9x1QUg

Was macht der Rapper, wenn der Ton ausfällt:
https://www.youtube.com/watch?v=h3_09pggh38

Der Struwwelpeter:  Kennt Ihr die Kindergeschichten von Heinrich Hoffmann? Dieser hat sie 1845 geschrieben, um sein eigenes 3-jähriges (!) Kind zu mehr Moral zu erziehen. Diese zehn Geschichten sind ziemlich grausam und die Kinder in den Geschichten müssen sehr dafür büßen, weil sie sich falsch verhalten haben. Trotzdem wurde das Struwwelpeter-Buch noch lange kleinen Kindern vorgelesen. Diese Geschichten werden hier von Peter Waschinsky wie eine Horrorshow neu interpretiert. In seiner Version schaffen es die Eltern am Ende, nachdem zuerst viele Kinder dran glauben mussten, ihr verstoßenes „Monsterkind“ anzunehmen:
http://www.youtube.com/watch?v=L0myhWvP3DU&feature=related